NAB 2013: RED stellt Dragon Sensor und global-shutter-Upgrade vor

Die neue RED Epic Dragon setzt neue Maßstäbe bei den Highend-Kameras.

RED verpasst aktuell erhältlichen RED-Kameras global shutter sowie ND-Filter und macht ernst mit dem neuen Dragon-Sensor. Die Modelle RED Epic und Scarlet lassen sich aufrüsten. Hinter dem neuen Sensor versteckt sich ein technisch ausgereiftes Bauteil: Mit ihm ist es möglich, Videos mit 6K-Auflösung und 100 Frames pro Sekunde aufzuzeichnen. Das entspricht neunfach Full-HD oder mehr als 19 Megapixel. Zum Rauschverhalten gibt es Stimmen, die von einer Halbierung im Vergleich zum aktuellen Sensor sprechen.

Weiterhin zeigt der Hersteller diverse Produkte, um am Set komplett kabellos Audio, Video und den Timecode zu übertragen. REDSync Master, REDlink Wireless Receiver und die dazu passende REDSync App für iOS machen einige Kabel während dem Dreh überflüssig.

Mit dem RED Motion Mount zeigt der Hersteller, dass er aktuelle RED-User nicht vergessen hat. Das optionale Bauteil integriert einen global shutter (Der Sensor wird nicht mehr von oben nach unten (rolling) abgelesen, dadurch verschwindet der "rolling-shutter-effekt"). Zusätzlich gibt es dadurch einen 8-fachen elektronischen ND-Filter. Laut reduser.net soll er 4500 US-Dollar kosten und im Herbst verfügbar sein.

NAB 2013 news: highlights von blackmagicdesign

Nimmt in RAW auf und das mit satten 4K-Auflösung: Blackmagic Production Camera 4K

Auf der diesjährigen NAB 2013 in Las Vegas dreht sich alles rund um das Thema 4K. Auch wenn einige Hersteller, wie etwa Canon, den neuen Standard nicht zwanghaft im Heimkino sehen, da die Displaygrößen entsprechend wachsen müssten, bleibt es der Trend der NAB 2013. Kameras mit Super-35-mm-Chip und 4K-Auflösung stehen hoch im Kurs.

Allen voran geht Backmagicdesign in die Offensive und zeigt auf der NAB 2013 eine Version der BMCC mit 4K-Auflösung und global shutter für 3.775 Euro. Die Blackmagic Production Camera 4K nimmt Objektive mit EF-Mount an (Canon) und zeichnet Videos im unkomprimierten CinemaDNG RAW-Format sowie mit Apples ProRes 422 (HQ) mit 12 Stops dynamic range auf.

Als Speichermedium dient eine SSD, die sich in einen Seitenschacht einfügen lässt. Optional ist es natürlich möglich, auf einen externen Rekorder zurückzugreifen. Über einen 6G-SDI-Ausgang liefert sie sogar ein 4K-Livebild an. Der Super-35-mm-Sensor greift auf einen global shutter zurück und verringert dazu noch den Crop-Faktor auf 1,3 bis 1,4. Die Kamera soll bereits im Juli 2013 weltweit verfügbar sein. Wenn es allerdings so läuft, wie beim Vorgänger, wird dieser Termin nicht gehalten. Für alle Besitzer oder Wartelisten-Kunden könnte es gute Neuigkeiten geben. Eventuell gibt es laut Hersteller ein Austauschprogramm. Nachfragen könnte sich also lohnen.

Spannend ist auch die Handtaschen-Variante der Blackmagic Production Camera 4K. Die Blackmagic Pocket Cinema Camera besitzt handliches Format und einen Super-16-mm-Sensor mit 13 dynamic range stops. Sie nimmt in ProRes 422 (HQ) und CinemaDNG RAW auf. Im Vergleich zum Vorzeige-Produkt allerdings "nur" in Full-HD (1920 x 1080 Pixel). Dafür bannt sie das Bildmaterial auf kostengünstige SD-Karten. Ein großes Touch-Display auf der Rückseite dient der Steuerung und ein HDMI-Ausgang liefert nicht nur Bild und Ton, sondern zusätzlich timecode, transport control, shutter winkel, farbtemperatur settings und ASA. Der Preis wird bei ca. 900 Euro liegen.